Unterbesetzte Nutztierpraxen: Nachwuchssorgen auf dem Land01/23/2010: Müssen Rinder- und Schweinezuchtbetriebe auf dem flachen Land künftig um ihre veterinärmedizinische Versorgung bangen? Von der Hand zu weisen ist diese Sorge nicht, wie sich auf dem Berufspolitischen Podium des 5. Leipziger Tierärztekongresses zeigte: Den Großtierpraxen im ländlichen Raum fehlt es an Nachwuchs, denn die zu 90 Prozent weiblichen Absolventen zieht es eher in Kleintierpraxen oder in Behörden. Doch woran liegt das und wieso fehlt es an männlichem Berufsnachwuchs? In der Diskussion kristallisierte sich schnell heraus: An der körperlich schweren Arbeit liegt dieser Besorgnis erregende Trend nicht, eher an der Tatsache, dass die Anforderungen einer Großtierpraxis mit familiären Verpflichtungen oft nicht leicht zu vereinbaren sind. Doch der Kern des Problems liege darin, dass die Stellen in Nutztierpraxen nicht so attraktiv seien: die Bezahlung sei geringer als in Kleintierpraxen oder im öffentlichen Dienst, die Arbeitszeiten unregelmäßig, zudem fehle es auf dem Land meist an einem Job für den Partner und an kulturellen Offerten und Freizeitangeboten für die Kinder. |
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