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    Adipositas: Zivilisationskrankheit unserer Pferde und Ponys oder Erbe der Wildpferde?

    04.09.17 | 10:12 Uhr | Veterinärmedizinische Fakultät der Uni Leipzig

    Mehr als die Hälfte der Pferde und Ponys ist fettleibig. In einer mehrjährigen Studie an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig sollen die Mechanismen, die zu verschiedenen Komplikationen führen, untersucht werden. Dabei spielen Fettgewebe und Leber eine entscheidende Rolle.

    Die Adipositas stellt ein erhebliches Problem bei Ponys und Pferden dar. Aus unterschiedlichen Studien geht hervor, dass die Prävalenz der Adipositas bei Pferden und Ponys aktuell bis zu 58 Prozent beträgt, prognostisch wird sogar ein Anstieg bis 70 Prozent in den nächsten 20 Jahren erwartet. Die Adipositas ist dabei als exzessive Ansammlung von Fettgewebe im Körper zu verstehen, welches maßgeblich auf eine zu hohe und nicht bedarfsgerechte Energiezufuhr, häufig in Kombination mit einem Bewegungsmangel, zurückzuführen ist.

    Mehrjährige Studie in Leipzig

    Bei der Adipositas-Problematik fällt auf, dass adipöse Ponys häufiger eine Dysregulation des Hormons Insulin und Hufreheschübe entwickeln als vergleichsweise adipöse Pferde. Die Mechanismen, die zu unterschiedlichen gesundheitlichen Komplikationen zwischen adipösen Ponys und adipösen Pferden führen, sind aktuell Gegenstand einer mehrjährigen Studie der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Vervuert am Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

    Bisher wenige Studien zu Rolle von Fettgewebe oder Leber

    Bei Menschen wird im Rahmen einer manifesten Adipositas der Zustand einer chronischen Inflammation beschrieben, welcher für die verschiedenen gesundheitlichen Komplikationen wie z.B. Diabetes mellitus Typ II oder schlecht heilende Wunden verantwortlich gemacht wird. Hierbei wird insbesondere den in das abdominale Fettgewebe infiltrierenden Makrophagen eine große Bedeutung zugemessen, die verschiedene pro-inflammatorische Zytokine wie z.B. TNF-alpha, Interleukin-6 oder Interleukin-1ß in den hypertrophen Fettzellen exprimieren und diese Zytokine gelangen anschließend in die Zirkulation. Im Unterschied zum Menschen gibt es beim Pferd bzw. Pony nur sehr wenige Studien, die die Rolle des Fettgewebes und auch der Leber als Ursprung von pro-inflammatorischen Zytokinen zum Ziel hatten.

    Gesundheitliche Komplikationen zwischen Pony und Pferd verstehen

    Die AG um Frau Dr. Vervuert untersucht deshalb auf dem Lehr- und Versuchsgut in Oberholz die Rolle der verschiedenen Fettdepots sowie der Leber als Ursprung von pro-inflammatorischen Zytokinen im Verlaufe einer mehrjährigen energiereichen Fütterung vergleichend zwischen Ponys und Pferden. Die erworbenen Kenntnisse sollen dabei entscheidend weiterhelfen, die unterschiedlichen gesundheitlichen Komplikationen zwischen Ponys und Pferden zu verstehen.

    Ernährung von Pony und Pferd zum Leipziger Tierärztekongress

    Peripartaler Stoffwechsel bei Shetlandponys, atypische Weidemyopathie oder die Neubewertung von Getreide verschiedener Arten und Sorten als Stärketräger sind Themen zum 9. Leipziger Tierärztekongress. Der Block „Innere Medizin und Ernährung des Pferdes“ findet am Samstag, 20. Januar 2018, von 16.30 bis 18.00 Uhr statt.

    Foto: pixabay_alexas_fotos

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