Zur Sprachwahl
Zur Metanavigation
Zur Sucheingabe
Zur den Bannertabs
Zur Hauptnavigation
Zum Inhalt
Login
Login

Bitte füllen Sie die Felder aus. Angaben mit einem * werden benötigt.

an mich erinnern
Mein Profil
Header Mobile Header

    nutriCARD – Leuchtturmprojekt im Universitätsbund Halle-Jena-Leipzig

    04.09.17 | 10:13 Uhr | Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig

    Kardiovaskuläre Erkrankungen stellen die Haupttodesursache in Deutschland und Europa da. Doch welche Möglichkeiten gibt es, die Gesundheit der Bevölkerung langfristig zu verbessern? Im Projekt nutriCARD, unter der Leitung von Prof. Peggy G. Braun am Standort Leipzig, werden herzgesündere Lebensmittel und Ernährungsstrategien entwickelt, die zu einem gesünderen Lebensstil beitragen.

    Am 1. Mai 2015 startete am Institut für Lebensmittelhygiene, unter Leitung von Prof. Peggy G. Braun, das Projekt nutriCARD - Competence Cluster for Nutrition and Cardiovascular Health. Das, gemeinsam mit dem Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle und dem Institut für Ernährung der Friedrich-Schiller-Universität Jena initiierte Vorhaben wird als eines von vier deutschen Ernährungsclustern bis April 2018 mit 5 Mio. Euro vom BMBF gefördert.

    Teamarbeit für herzgesündere Lebensmittel

    Eingebunden sind neben weiteren Wissenschaftlern der Univ. Leipzig (Verbraucherum¬fragen-ISAP*, Ernährungskommunikation-IfKMW*), außeruniversitäre Forschungs¬ein¬richtungen, regionale Lebensmittel¬unternehmen sowie Multiplikatoren aus dem Bereich der Ernährungskommunikation. nutriCARD stellt sich der Aufgabe, Assoziationen zwischen Ernährung und kardiovaskulären Erkrankungen besser zu verstehen und herzgesündere Lebensmittel und Ernährungs¬strategien zu entwickeln, welche die Gesundheit der Bevölkerung langfristig verbessern. Die Forschung gliedert sich damit in die nationale Reduktionsstrategie des BMEL ein.

    Optimierung durch gesunde Fette

    Bereits heute stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) die Haupttodesursache in Deutschland und Europa dar, wobei die Fälle in Mitteldeutschland noch einmal deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen. Bei der Prävention kommt der Ernährung eine Schlüsselrolle zu. Da die Änderung des Essverhaltens der Bevölkerung schwer zu beeinflussen ist, liegt das Hauptaugenmerk auf der Optimierung beliebter, aber ernährungsphysiologisch ungünstiger, Lebensmittel. So konzentriert sich derzeit aufgrund des außerordentlich hohen Wurstverzehrs die Entwicklung und -bewertung auf Sorten wie Lyoner, Hausmacher Leberwurst und Teewurst. Über 100 Chargen wurden in der dafür amtlich zugelassenen Wurstmanufaktur im Institut bereits produziert, bei dem ein Teil des Fettes durch pflanzliche Proteine, Ballaststoffe ersetzt und/oder mit „gesundem“ Fett wie Omega-3-Fettsäuren optimiert wird. Mit dem Verzehr von nur 40 g dieser Leberwurst (etwa 1 Scheibe) wird der Tagesbedarf von 250 mg Omega-3-Fettsäuren gedeckt! Entscheidend ist der Erhalt der sensorischen und technofunktionellen Eigenschaften. Verbraucherbefragungen auf den diesjährigen Messen, wie der agra 2017 Leipzig, mit Verkostung bestätigen, dass uns dies gelungen ist. Insgesamt sind 15 Varianten bisher zur Marktreife gebracht!

    Öffentliche Ernährungskommunikation wenig erforscht

    Die zweite Säule von nutriCARD widmet sich der Grundlagenforschung. Mit Zell- und Tiermodellen sowie Human-Studien werden Zusammenhänge zwischen Ernährung, genetischen Faktoren und dem Auftreten von HKE aufgezeigt. Um den gezielten Wissenstransfer zu erreichen, werden in der dritten Säule Kommunikations- und Bildungskonzepte (IfKMW) entwickelt, die langfristig zu einem gesunden Ernährungs- und Lebensstil beitragen. Erstaunlicherweise ist bislang die öffentliche Ernährungskommunikation trotz Beeinflussung durch Massenmedien mit omnipräsenten Ernährungsthemen wenig erforscht. Unser Fokus richtet sich bevorzugt auf junge Familien und Kinder.

    Projekt für die Zukunft

    Daneben sind der Auf- und Ausbau nationaler (z.B. Excellenzinitiative Adipositas) und internationaler Kooperationen (z.B. Univ. Litauen) sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses fester Bestandteil von nutriCARD. Derzeit läuft die Beantragung der 2. Phase (2018-2021); langfristig wird an der Gründung eines Mitteldeutschen Zentrums für Ernährung gearbeitet.

    *ISAP= Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health
    *IfKMW= Institut für Kommunikations-und Medienwissenschaft

    Weitere Informationen

    Einen Einblick in das Projekt nutriCARD liefern zwei Vorträge im Block Lebensmittelmikrobiologie/Technologie/Hygiene am 19. Januar von 11.30 bis 12.50 Uhr.

    Foto: pixabay_congerdesign

    Impressum| Datenschutz| Leipziger Messe GmbH, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig © Leipziger Messe 2019. Alle Rechte vorbehalten