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Nachricht vom 16.01.16 | 8. Leipziger Tierärztekongress

Besucherrekord zum 8. Leipziger Tierärztekongress – Industrieausstellung vetexpo mit Ausstellerwachstum

5.000 Veterinärmediziner trafen sich zur größten Fortbildungsveranstaltung im deutschsprachigen Raum in Leipzig

Von Antibiotikaeinsatz bis Qualitätsmanagement in der Tiermedizin reichten die Themen des 8. Leipziger Tierärztekongresses. Insgesamt 5.000 (2014: 4.400) Veterinärmediziner, Tiermedizinische Fachangestellte und Studenten nutzten die Fortbildungsveranstaltung, um sich über neueste Entwicklungen in der Tiermedizin auszutauschen. Innovativ zeigte sich die begleitende Industrieausstellung vetexpo, auf der 2016 insgesamt 210 (2014: 190) Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentierten. Damit verzeichnete die Veranstaltung erneut ein Wachstum und bestätigt somit ihre Position als größter Branchentreff im deutschsprachigen Raum.

Der 8. Leipziger Tierärztekongress beleuchtete über drei Tage hinweg in mehr als 470 Vorträgen und Kursen zahlreiche veterinärmedizinische Fachthemen. Zudem standen berufspolitische und in die Humanmedizin reichende Inhalte im Fokus. "Bei der Größe der Veranstaltung verstehen wir uns nicht nur als klassische Fortbildung, sondern wollen auch aktuelle Schwerpunkte setzen. Ich freue mich, dass uns dies mit dem 8. Leipziger Tierärztekongress abermals gelungen ist", erklärt Kongresspräsident Prof. Dr. Gotthold Gäbel.

Tier, Mensch, Umwelt – Veterinärmedizin kreuzt Humanmedizin

Auf die kurative Tiermedizin in Deutschland als ein Qualitätsprodukt wurde mit der Auftaktveranstaltung ein besonderes Augenmerk gelegt. Hier erörterten die Referenten unterschiedliche Problemstellungen, die das Qualitätsmanagement maßgeblich beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise der Strukturwandel in der Tierhaltung, das Spannungsfeld zwischen Tierschutz und wirtschaftlichem Interesse oder die Einhaltung von rechtlichen Richtlinien bei melde- und apothekenpflichtigen Medikamenten. Zudem wurde infrage gestellt, ob Qualitätsmanagementsysteme die berufliche Freiheit des Tierarztes beeinflussen. Dr. Thomas Rieker von der Kleintierklinik am Hochberg in Ravensburg, konstatierte, dass es qualitativ große Unterschiede in einzelnen Kliniken gebe, die eine Bemühung des Veterinärmediziners um Standards verlangen. Dabei sei die Anpassung an den Strukturwandel in den Praxisformen entscheidend, so die Leiterin des AWMF – Instituts für Medizinisches Wissensmanagement, Prof. Dr. Ina B. Kopp. Sie verlangt eine stärkere Vernetzung der Tier- mit der Humanmedizin, um das interdisziplinäre Handeln auszubauen.

Damit agiert der 8. Leipziger Tierärztekongress zunehmend im Sinne des aktuell weltweit populären "One World One Health One Medicine"- Gedankens. Dieser spiegelte sich im Kongress außerdem in Themen wie der Zelltherapie und deren rechtlichen Aspekten sowie in Abhandlungen zur Nutztierhaltung und dem Verbraucherschutz wider. Gemeinsam mit der Humanmedizin müsse man hier Schwachstellen in der Anwendung von Arzneimitteln aufdecken, um beispielsweise Resistenzen gegen Antibiotika zu vermeiden, so Dr. Hermann-Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen-Anhalt, in seiner Festrede zur Eröffnung. Vor allem im Bereich der Landwirtschaft wird der Tierarzt durch neue Kontrollen vor Herausforderungen gestellt. Aeikens freue sich, dass dies auch zur Fortbildungsveranstaltung thematisiert werde. Der Leipziger Tierärztekongress habe mit seiner tollen Erfolgsgeschichte seit 1998 und dem hohen Niveau seinen Platz in der Veterinärmedizin gefunden.

Industrieausstellung vetexpo setzt Maßstäbe

Zukunftsweisend und innovativ gestaltete sich nicht nur das Kongressprogramm. In der Industrieausstellung vetexpo präsentierten 210 Aussteller aus zwölf Ländern auf 8.000 Quadratmetern (2014: 190 Aussteller aus zehn Ländern auf 7.500 Quadratmetern) Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Arzneimittel, Medizintechnik, Diagnostika, Instrumente sowie Tierernährung/Diätetik, moderne Praxiseinrichtung, EDV oder Fachliteratur. Unter ihnen befanden sich zahlreiche Neuheiten wie beispielsweise der Behandlungsstand für Rinder der Rosensteiner GmbH, Seperationstechnologien zur Zelltherapie von InGeneron Equine, neue Tiernahrungsmittel oder Medizintechnik vom Blutzuckermessegerät bis zum Therapiesystem.

"Neben namhaften Marktführern konnten wir in diesem Jahr zahlreiche internationale Aussteller begrüßen und somit das Angebotsspektrum und die Reichweite der Veranstaltung ausbauen", so der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. "Die 8. Auflage der Veranstaltung hat abermals ihr erfolgreiches Konzept aus Fortbildung und Industrieausstellung unter Beweis gestellt." Auch die Aussteller lobten den einmaligen Branchentreffpunkt und zeigten sich begeistert von der Resonanz.

Alexander Sprung, Geschäftsführer der Eickemeyer KG, Tuttlingen, Deutschland resümierte: "Sehr gute Resonanz, sehr zufrieden. Kongress und Ausstellung waren wieder bestens aufgestellt. Schon im Vorfeld war eine große Medienpräsenz zu verzeichnen. Bei der Organisation sind echte Profis am Werk. Leipzig ist einer der ganz großen Events für die Branche. Unser Stand war sehr gut besucht, wir hatten immer viel zu tun und konnten unter anderem Publikum aus Finnland und Polen für unsere Highlightprodukte aus den Bereichen Ultraschall und digitales Röntgen begeistern. Wir kommen wieder."

Auch der Neuaussteller InGeneron Equine zeigte sich hochzufrieden. "Unsere Teilnahme an der vetexpo war eine gelungene Premiere. Wir sind auf ein sehr interessiertes Publikum gestoßen. Das von unserem Unternehmen gestaltete Symposium über die Möglichkeiten der Stammzelltherapie in der Veterinärmedizin war ebenfalls hervorragend besucht. Dies hat uns darin bestätigt, uns richtig entschieden zu haben. In der Branche gehören der Leipziger Tierärztekongress und die vetexpo zu den Top-Veranstaltungen mit einem attraktiven, enorm breitgefächerten Programm. Deshalb kommen wir wieder", sagte der Geschäftsführer Christoph Neyer.

Der 9. Leipziger Tierärztekongress findet vom 18. bis 20. Januar 2018 statt – die Industrieausstellung vetexpo am 19. und 20. Januar 2018.

Über den Leipziger Tierärztekongress und die vetexpo
Der Leipziger Tierärztekongress und die Messe vetexpo werden von der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, den sechs Tierärztekammern der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Leipziger Messe GmbH veranstaltet. 5.000 Tierärzte, Tiermedizinische Fachangestellte und Studenten der Veterinärmedizin sowie 450 Referenten kamen zur vergangenen Veranstaltung vom 14. bis 16. Januar 2016 nach Leipzig. Auf der größten veterinärmedizinischen Industrieausstellung Deutschlands, vetexpo präsentierten sich am 15. und 16. Januar insgesamt 210 Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Arzneimittel, Medizintechnik, Diagnostika, Instrumente sowie Tierernährung/Diätetik, moderner Praxiseinrichtung, EDV oder Fachliteratur.

Über die Leipziger Messe
Die Leipziger Messe gehört zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und den Top 50 weltweit. Sie führt Veranstaltungen in Leipzig und an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durch. Mit den fünf Tochtergesellschaften und dem Congress Center Leipzig (CCL) bietet die Leipziger Messe Unternehmensgruppe eine integrierte Veranstaltungskompetenz, die beispielhaft für die Organisation moderner Messen, Kongresse und Events ist. Dank dieses Angebots kürten Kunden und Besucher die Leipziger Messe 2015 erneut zum Service-Champion der Messebranche in Deutschlands größtem Service-Ranking. Der Messeplatz Leipzig umfasst eine Ausstellungsfläche von 111.900 m² und ein Freigelände von 70.000 m². Jährlich finden etwa 40 Messen, rund 140 Kongresse, zahlreiche Corporate Business Veranstaltungen und Events mit rund 11.500 Ausstellern und 1,1 Millionen Besuchern aus aller Welt statt. Als erste deutsche Messegesellschaft wurde Leipzig nach Green Globe Standards zertifiziert. Ein Leitmotiv des unternehmerischen Handelns der Leipziger Messe ist die Nachhaltigkeit. 2015 beging sie das Jubiläum „850 Jahre Leipziger Messen“ und ist damit einer der ältesten Messeplätze weltweit.

Über die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig
In Deutschland gibt es fünf veterinärmedizinische Bildungsstätten. Die Veterinärmedizinische Fakultät (VMF) der Universität Leipzig ist die einzige in Mitteldeutschland. Im Jahre 1923 zog die Fakultät von Dresden nach Leipzig um. Grund dafür war die Zusammenführung der Veterinär- mit der Humanmedizin in enger Nachbarschaft, im Sinne des aktuell weltweit populären „One World One Health One Medicine“-Gedankens. Derzeit ist die VMF eine sehr lehr- und dienstleistungsintensive Fakultät mit einer vielfältigen, national und international vernetzten Forschung. Sie besteht aus 17 Instituten beziehungsweise Kliniken, die in 5 Zentren organisiert sind, sowie dem Lehr- und Versuchsgut Oberholz. An der Fakultät lehren und forschen derzeit 42 Professoren und Privatdozenten, Hinzu kommen etwa 125 Wissenschaftler und 140 Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals.
Die VMF ist eine E.A.E.V.E. evaluierte und anerkannte Fakultät mit einem partiell modularisiertem interdisziplinären Curriculum. Jeweils zum Wintersemester beginnen 130-140 junge Menschen das Studium, aktuell hat die Fakultät 816 Studierende. 92 Prozent unserer Studierenden schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit von 11 Semestern ab. Neben der gradualen Ausbildung der Veterinärmedizinstudenten führt die Fakultät jedes Jahr etwa 60 Wissenschaftler zur Promotion zum Dr. med. vet.
Aufgrund des vielfältigen Aufgabengebiets des Tierarztes ist die Arbeit der VMF zusammen mit Forschung und Lehre der ambulanten und stationäre Patientenversorgung, der Sicherstellung von Tierschutz, Verbraucherschutz und Tierseuchenbekämpfung, sowie der Verhinderung der Übertragung von zoonotischen Erkrankungen auf den Menschen gewidmet. Sie leistet darüber hinaus überregionale stationäre und ambulante Patientenversorgung und erbringt Dienstleistungen (zum Teil ISO-Zertifiziert) für alle Spezies auf höchstem und forschungsorientiertem Niveau. Die Fakultät unterhält mehrere Referenzlabore, wie zum Beispiel das Referenzlabor der OIE für Enzootische Bovine Leukose. Mit VETIDATA besteht an der VMF eine Nutztierfinanzierte „Rote Liste“ für die Tiermedizin mit Beratungsdienst zur Pharmakotherapie. Mit der KoVet existiert eine Koordinationsstelle für Veterinär-klinische Studien an der Veterinärmedizinischen Fakultät.
Die VMF stellt sich den gesellschaftlichen und universitären Herausforderungen und Erwartungen im 21. Jahrhundert und bildet die gesamte Breite des tierärztlichen Berufsfeldes ab. Das spiegelt sich auch in den Vorträgen und Kursen im Rahmen des 8. Leipziger Tierärztekongresses wider.


Ansprechpartner für die Presse

Pressereferentin der Universität Leipzig
Frau Susann Huster
Telefon: +49 341 97-35022
Fax: +49 341 97-35029
E-Mail: Susann.Huster@zv.uni-leipzig.de

PR/ Pressesprecherin
Frau Karoline Nöllgen
Telefon: +49 341 678 6524
Fax: +49 341 678 166524
E-Mail: k.noellgen@leipziger-messe.de


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