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Geflügelpest: Vortrag beleuchtet aktuelles Seuchengeschehen
Die Aviäre Influenza hält Deutschland weiterhin in Atem. Besonders betroffen sind derzeit sowohl Wildvögel als auch Hausgeflügelbestände. In mehreren Regionen, darunter auch Sachsen, kam es zuletzt zu großflächigen Ausbrüchen. Dabei mussten zehntausende Tiere getötet werden. Auch zoologische Einrichtungen wie der Zoo Leipzig waren betroffen. Diese Entwicklungen zeigen, wie ernst die Lage ist und wie hoch der Druck auf Tierhalterinnen und Tierhalter derzeit ausfällt.
Am 16. Januar 2026 informiert Prof. Dr. Timm C. Harder im Vortrag "Aktuelles zur Aviären Influenza" über das aktuelle Seuchengeschehen. Der renommierte Influenza-Experte ist Leiter des Nationalen Referenzlabors für Aviäre Influenza am Friedrich-Loeffler-Institut und spricht im Rahmen des Themenschwerpunkts „Tierseuchen und Zoonsen“.
Der derzeitige Seuchenzug zeigt besorgniserregende Entwicklungen:
- Zahlreiche Ausbrüche bei Wildvögeln wie Kranichen, die an Rastplätzen zu Hunderten verenden
- Über 60 bestätigte Ausbrüche in Hausgeflügelbeständen seit Herbst 2025 in neun Bundesländern
- Permanenter Infektionsdruck durch das Virus in Wildvogelpopulationen – ohne erkennbare Saisonalität
Angesichts der hohen Übertragbarkeit und Umweltstabilität des Virus bleibt in betroffenen Betrieben nur die Tötung aller Vögel als wirksame Maßnahme zur Eindämmung. Gleichzeitig stellen sich drängende Fragen:
- Welche Perspektiven bietet eine Impfung des Geflügels, wie sie in anderen Mitgliedsstaaten praktiziert wird?
- Besteht ein Risiko der Übertragung auf andere Säugetiere oder auf den Menschen?
- Ist ein pandemisches Potenzial des Virus gegeben?
- Ist eine Impfung anderer Tierarten oder gar des Menschen sinnvoll oder notwendig?
Prof. Harder gibt auf diese Fragen Antworten und liefert wertvolle Einordnungen für den praktischen Umgang mit der Vogelgrippe und der Bekämpfung der Geflügelpest.